Gedanken zum Hundesport

Der 360° - Blickwinkel: was für meine Arbeit mit Angsthunden gilt, verliert auch im Sport nichts an seiner Bedeutung: alles hängt zusammen und beeinflusst sich wechselseitig. Nicht "irgendwie"..., sondern es folgt einer klaren Logik. Und das macht es eigentlich recht einfach zu verstehen...

 

Selten ist es im Agility "nur" das eine Hindernis, welches einen Fehler zur Folge hat - in der Regel nimmt das Verhängnis schon etliche Hindernisse zuvor seinen Lauf... durch eine nicht optimal vorbereitete Führ- und Lauflinie, einen nicht "an die Hand" - kommenden Hund, nachlässig trainierte Kommandos mit "Mehrfach-Bedeutung" oder einen Hund, der alles kann (insbesondere "schneller-höher-weiter"), nur nicht zuhören und/oder auf die Körperhilfen des Halters achten.

 

Ich sehe die derzeitige Entwicklung im Agility mit gemischten Gefühlen. Agility ist - wie ich finde - eine faszinierende Sportart, nie langweilig, immer anspruchsvoll und fordert Hund & Halter auf geistiger wie auch körperlicher Ebene viel Engagement bis hin zu Höchstleistungen ab. Aber Agility ist aus meiner Sicht mehr als "nur schnell" und (hoffentlich) fehlerfrei. Gerade auch die Art und Weise WIE Schnelligkeit umgesetzt wird, entscheidet darüber, ob es einfach nur die beste Zeit war oder darüber hinaus ein fließendes Miteinander zwischen Hund und Halter, bei dem gestellte Linien und Körperblockaden für harmonische, schnelle UND knochenschonende Wendungen und Sprünge in der Parcoursführung sorgen.

 

Und wenn es dann noch gelingt, den Hund so auszubilden, dass leise Kommandos den aufmerksamen Empfänger erreichen - einfach perfekt! Es sind SOLCHE Läufe, die bei mir als Zuschauer so manches Mal prickelnde Gänsehaut hervorrufen verbunden mit der inneren Überzeugung, dass diese Art des Agility-Verständnisses für mich eine Vorbildfunktion einnimmt.

 

Auch im Umgang mit Informationen rund um die Ergebnis-Wahrnehmung möchte ich mich ein wenig vom "Mainstream" distanzieren. Als ich mich entschieden habe, unsere Agility-Homepage ins Leben zu rufen und damit auch über unsere Turnierergebnisse zu berichten, stand der Gedanke der Vollständigkeit auch hier Pate. Ich gehöre damit also eher zu einer Minderheit in dieser Sportart, die - wenn sie Ergebnisse veröffentlicht - dies auch in aller Vollständigkeit tut und nicht nur solche Läufe/Ergebnisse postet, die mit einem Sieg, einer Platzierung, einer Qualifikation oder einem V0 enden... - ich - persönlich - finde, das gehört sich einfach so und spiegelt die Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit im Umgang mit Informationen wider, auch bzw. gerade dann, wenn es mal nicht so läuft wie erhofft.

 

Als neugieriger Beobachter mit einer Vorliebe für AtD ("Attention to Detail" sagen die Amis - "kleinkarierter Kontrollfreak" hingegen mein Ehemann und der muss es schließlich wissen...) gibt es (fast) jeden Tag etwas Neues, was mich im Agility zum Nachdenken anregt. Die drei Ws (wieso - weshalb - warum) waren schon von Kindesbeinen an (sehr zum Leidwesen meiner Eltern) meine besten Freunde und wir 4 haben uns bereits in Sachen Tierschutz oftmals die Finger wund geschrieben. Warum also nicht auch ein paar kritische (positive wie ggf. auch weniger positive...) Gedanken, Überlegungen und/oder eigene Erfahrungswerte in Sachen Agility zu Papier bringen...? Sofern es meine Zeit erlaubt, werden in Kürze entsprechende Beiträge veröffentlicht.

 

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