Learning by Doing oder... ob es hält, was es verspricht? (Teil 1)

31. Januar 2014

 

In vielerlei Hinsicht schulde ich meinem Kurzhaar-Collie Scottie Dank: Dank für sein "anders sein" und das für mich damit notwendige Umdenken in Bezug auf seinen Trainingsansatz. Eben nicht der typische triebige Agility-Hund, sondern der Denker, der Zweifler, der Unmotivierte, der Blockierte, der Schwerfällige, der Ungelenke. Mehr als einmal war ich in den letzten 2 Jahren nahe daran, aufzugeben. Ich hätte es wahrscheinlich auch getan, wären es nicht genau solche (ungebetenen) Herausforderungen, aus denen man als Halter am meisten lernt. Für sich selbst, für gegenwärtige und zukünftige Hunde...

 

Scottie bietet eine hervorragende Bandbreite von Stolpersteinen, die man als Halter allesamt eigenhändig und in mühsamer Kleinstarbeit aus dem Weg räumen muss - ein rassetypisches Geschenk hinsichtlich Schnelligkeit, Wendigkeit und hoher Eigenmotivation war beim Kauf leider gratis nicht dabei...

 

Nachdem ich die ersten beiden Jahre seiner Ausbildung überwiegend damit zugebracht habe, zu jammern (über Scottie natürlich...), folgte im 3. Jahr die Erkenntnis, dass auch eine nicht optimale Ausgangslage kein Grund ist, in Frust oder Selbstmitleid zu versinken. Oder eine "Wir-schieben-mal-einfach-alles-auf-die-Rasse/die Herkunft"-Einstellung zu bemühen und jeden anderen tröstlichen Grund als Rechtfertigung zu adoptieren. Merke: Stillstand ist Rückstand...

 

Seit Anfang 2013 haben Scottie und ich viele Trainingsansätze umgestellt (Details hierzu - bei Interesse - auch immer in den Turnierberichten) und arbeiten konsequent und regelmäßig an den vielen kleinen, aber hartnäckigen Baustellen: Motivationsfähigkeit, Zonenaufgänge, enges Wenden an den Geräten. etc. Eine große Hilfe hierbei war und ist mir auch immer das Internet gewesen; insbesondere in den USA gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Ansätzen in punkto Problemlösung - immer wieder interessant, sich hier Anregungen zu holen und selber auszuprobieren und durch learning by doing herauszufinden, ob der gewählte Ansatz grundsätzlich logisch und schlüssig ist und wie weit er im Gesamtkontext reicht.

 

2014 wird für Scottie, Soukie und mich das Jahr der ... hm... ich nenne es einmal "kontrollierten Experimente". Ich möchte die Zonenauf- und -abgänge nach der Methode von Silvia Trkman neu aufbauen, ebenso das eigenständige, enge Wenden mittels verbaler Richtungskommandos ("Cik/Cap") nach ihrer Methode. Ziel ist es, Scotties Probleme an den Steg- und Wippenaufgängen, die sich konsequent von der A1 bis in die A3 gezogen haben, an der Wurzel zu packen und zu beheben und sein "Körpergefühl" für einen engeren Wenderadius zu stärken. Soukie neigt - wenn auch in deutlich geringerem Maße - leider auch zum hohen Aufspringen der Zonen und ist ebenfalls kein Naturtalent in punkto enges Wenden. Der Neuaufbau für beide Hunde erfolgt b.a.w. in einem separaten Training bei mir zuhause und wird erst auf den Turnieren übernommen, wenn er gefestigt ist.

 

Und... für die Zonenarbeit gibt es bei uns auch bald Verstärkung; ein Trainer kommt ins Haus und zwar der Kontaktzonentrainer von Anita und Harry Mac Nelly, den man über die Firma WT Metall beziehen kann. Ich werde dieses Zonengerät die nächsten Monate ausgiebig testen...

 

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